So überwachst du SSL-Zertifikate mit Centoculus
Kurz gesagt
Die SSL-Zertifikatsprüfung in Centoculus verbindet sich mit Host und Port, liest das Zertifikat und warnt eine einstellbare Zahl von Tagen vor dem Ablauf; ungültige Zertifikate meldet sie ebenfalls. Bei Websites steckt die Zertifikatsprüfung schon im Website-Monitor, der eigene Typ SSL-Zertifikat ist für Zertifikate ohne Website gedacht, etwa Mailserver auf Port 465 oder 993.
Ein abgelaufenes Zertifikat legt eine Website oder einen Mailserver genauso lahm wie ein Absturz: Browser und Mailprogramme verweigern die Verbindung. Centoculus prüft Zertifikate auf zwei Wegen:
- Im Website-Monitor. Jeder Website-Monitor mit https-Adresse prüft sein Zertifikat standardmäßig mit. Mehr musst du nicht einrichten.
- Als eigener Prüftyp SSL-Zertifikat. Für Zertifikate ohne Website: Mailserver (zum Beispiel Ports 465, 993 oder 995), andere TLS-Dienste oder ein Zertifikat, das du einzeln im Blick behalten willst.
Schritt für Schritt
1. Prüftyp SSL-Zertifikat wählen
Öffne Monitore, klicke auf Neuer Monitor und wähle SSL-Zertifikat.
2. Host und Port eintragen
Trag unter Hostname oder IP-Adresse den Namen ein, zum Beispiel mail.beispiel.de, ohne https://. Setze den Port; Standard ist 443. Für einen IMAP-Server nimmst du 993, für SMTP mit TLS 465.

3. Warn- und Kritisch-Tage festlegen
Warnung, wenn noch weniger als … Tage steht standardmäßig auf 14, Kritisch, wenn noch weniger als … Tage auf 3. Die kritische Schwelle muss unter der Warnschwelle liegen. Automatisch erneuerte Zertifikate (zum Beispiel von Let's Encrypt) werden meist 30 Tage vor Ablauf erneuert. Eine Warnung bei 14 Tagen heißt also: Die Erneuerung ist fehlgeschlagen.
4. Optional: selbst signierte Zertifikate und abweichende Adresse
Hake Selbst signierte Zertifikate akzeptieren an, wenn ein interner Dienst ein eigenes Zertifikat nutzt. Unter Abweichende Verbindungsadresse verbindest du dich mit einer anderen Adresse als dem Hostnamen, zum Beispiel mit einem einzelnen Server hinter einem Load Balancer. Der Hostname wird weiter als Servername (SNI) gesendet, damit das richtige Zertifikat zurückkommt.
5. Anlegen und Ergebnis prüfen
Klicke auf Monitor anlegen. Die Seite des Monitors zeigt je Standort die Resttage, den Aussteller und das Ablaufdatum.

Felder und Standardwerte
| Feld | Bedeutung | Standard |
|---|---|---|
| Hostname oder IP-Adresse | Server, dessen Zertifikat geprüft wird | – |
| Port | TLS-Port, 1 bis 65535 | 443 |
| Abweichende Verbindungsadresse | Stattdessen hierhin verbinden, der Hostname bleibt die SNI | leer |
| Warnung, wenn noch weniger als … Tage | Warnschwelle, 1 bis 90 | 14 |
| Kritisch, wenn noch weniger als … Tage | Kritische Schwelle, 0 bis 60 | 3 |
| Selbst signierte Zertifikate akzeptieren | Kein Alarm bei selbst signierten Zertifikaten | aus |
| Prüfintervall | Wie oft das Zertifikat gelesen wird | 1 Stunde, je nach Tarif |
Häufige Fragen
Brauche ich für meine Website einen eigenen SSL-Monitor?
Nein. Der Website-Monitor prüft das Zertifikat von https-Adressen standardmäßig mit. Einen eigenen SSL-Zertifikat-Monitor brauchst du nur für Dienste ohne Website oder wenn du einen anderen Port oder eine andere Verbindungsadresse willst.
Wie oft wird das Zertifikat geprüft?
Standardmäßig einmal pro Stunde. Je nach Tarif werden Zertifikate höchstens einmal am Tag geprüft. Die App zeigt das Intervall, das für deinen Tarif gilt.
Zählen SSL-Prüfungen extra?
Je nach Tarif kann die Zahl der SSL-Prüfungen begrenzt sein. Dabei zählen SSL-Zertifikat-Monitore und die Zertifikatsprüfung in Website-Monitoren. Gibt es eine Grenze, zeigt das Formular, wie viele belegt sind.
Was bedeutet „ungültiges Zertifikat“?
Das Zertifikat ließ sich nicht bestätigen, zum Beispiel weil es abgelaufen ist, nicht zum Hostnamen passt oder selbst signiert ist, obwohl selbst signierte Zertifikate nicht akzeptiert werden. Der Ratgeber zu „Ihre Verbindung ist nicht privat“ erklärt jede Ursache. Der kostenlose SSL Checker zeigt die Details jedes Zertifikats.
Welche Standorte prüfen das Zertifikat?
Dieselben Prüfstandorte wie bei anderen Monitoren. Jeder Standort zeigt sein eigenes Ergebnis. So fällt ein Standort auf, der von einem anderen Server noch ein altes Zertifikat bekommt.
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